Wie hat sich die Covid-Infektion auf deine Endometriose ausgewirkt?

Diese Frage haben wir unseren Followern letzte Woche auf Instagram gestellt und baten darum, zu berichten, wie bzw. ob die Covid-Infektion sich in irgendeiner Weise auf die Endometriose-Symptome ausgewirkt hat oder welche Symptome generell auftraten.

Da es bisher leider kaum Informationen oder gar Studien zu Covid und Endometriose gibt, interessieren uns eure Erfahrungen natürlich auch sehr.

Viele Betroffene, die sich zwischenzeitlich mit Corona angesteckt hatten, haben uns ihren Verlauf geschildert:

Hallo
Ich bin 33 Jahre alt. Kurze Zusammenfassung:
Im Vorfeld war bereits ein langer „Leidensweg“ mit Allergien und Darmbeschwerden bekannt.
Ich hatte 03/2020 Corona mit Lungenbrennen, kurz Durchfall, Kraftlosigkeit, keinen Geruch- (bis 5 Monate danach) und Geschmackssinn mehr, starke Kopfschmerzen.
Ende 2020 bis zur Erfassung der Diagnose ging es mir zunehmend schlechter. Steigerung bis zu 3 Tage/Monat mit einer Krankschreibung. Zustände von Migräne, Schmerzen an Muskeln/Gelenke, Periodenschmerzen, starke Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen mit nicht endendem Würgereiz. Am Ende konnte ich kaum aus dem Bett aufstehen, da ich sonst annähernd kollabiert wäre. Im Juni 2021 wurde dann einen Adenomyose mit Verdacht auf Endometriose gestellt. Die Adenomyose wurde im Ultraschall deutlich gesehen.

Ergänzend:
1. Impfung 04/2021 – danach Symptomsteigerung;
09/2021 – Beginn mit Dienogest, starke Verbesserung erkennbar gewesen;
2. Impfung 11/2021.

Bzgl. der Lunge merke ich ein Brennen bei sehr starker Anstrengung.
Im Alltag spüre ich davon nichts mehr. Mein Geruch- und Geschmackssinn ist immer wieder mal besser, dann wieder schlechter.
Vor meiner Infektion mit Corona hatte ich immer starke Periodenschmerzen und starke Blutungen, auch kam es immer wieder zu Migräne mit Übergeben etc.
Aber in diesem Ausmaß, wie zum Schluss (nach der Corona-Infektion) beschrieben (wie Kollaps-Zustände), hatte ich es zuvor nicht erlebt. Vor allem auch in Hinsicht auf die Hitzewallungen in der Nacht, kurz vor der Periode, mit Schweißausbrüchen und „gefühltem“ Fieber. Ich war fast nur noch im „Überlebensmodus“ zur Arbeit gegangen. Davor hatte ich im Monat ggf. eine Woche ohne irgendwelche Beschwerden.

Ich bin aktuell in einem stabilen Zustand. Die Medikation, Psychotherapie und Behandlung der Heilpraktikerin helfen sehr.

C.

Ich hatte starke Schmerzen in den Eierstöcken und Gebärmutter. Es fühlte sich alles sehr entzündet an!

Bin seit heute endlich wieder so einigermaßen auf den Beinen. Uns hat es recht heftig erwischt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es damit zu tun hatte. Am Abend spüre ich das Ziehen immer noch ein wenig, aber es ist nicht mehr so stark wie die letzte Woche.

L.

Bezüglich der Endo eigentlich keine Auffälligkeiten. Für mich wäre nur interessant, ob andere auch so lange Nachwirkungen haben (auch nach einem Jahr kaum Geruch und Geschmack, ständige Müdigkeit, also typische Covid-Symptome …) oder ob es vielleicht nur Zufall ist, dass es mich so lange trifft ?

M.

Ich hatte Anfang dieses Jahres das Ergebnis: Corona positiv. Zum Glück hatte ich einen milden Verlauf. Der erste Tag fühlte sich an wie ein grippaler Infekt mit Kopf-, Glieder- & Halsschmerzen. Am zweiten Tag waren es nur noch Kopfschmerzen und an Tag 3 lief nur noch ein wenig die Nase. Was mir allerdings zu schaffen machte, waren die Schmerzen durch die Endo, die in der Zeit täglich wieder stark bis sehr stark waren. Fazit: Corona war an sich bei mir mild, dafür die Endo wieder stärker.

L.

Ich habe gerade Covid und liege seit 5 Tagen relativ flach. Da ich kaum etwas essen kann (kein Geschmackssinn und 0,0 Appetit), geht es mir mit meinen Endometriose-Symptomen ganz gut. Endlich mal kein Endobelly …
Ich leide jedoch an starker Übelkeit, bin sehr abgeschlagen und kaputt und bekomme kaum Luft.
Ich kann gerne nochmal berichten, wie es mir die Zeit nach der Genesung bezüglich der Endometriose geht ??‍♀️?

Ja, ich kann auch nichts riechen. ?
Es fällt mir sehr schwer, im Sitzen zu atmen und beispielsweise ist Telefonieren richtig anstrengend wegen der Kurzatmigkeit.

L.

Ich hatte einen relativ leichten Verlauf (August 2021), wohl auch dank meiner Impfung. Eine Woche starke Halsschmerzen, dazu Luftnot und eine stetige Müdigkeit. Morgens aufgestanden und nach zwei Stunden musste ich mich wieder hinlegen. Auswirkungen auf meine Endometriose hatte es nicht.

Mir geht es wieder gut, ich habe glücklicherweise keine langfristigen Beeinträchtigungen durch meine COVID-19 Erkrankung. Bin gespannt, was die anderen Endo-Sisters berichten ☺️

M.

Ich hatte Ende 2020 Covid, lag auch vier Wochen flach. Ende 2021 wurde ich wegen einer 7 cm großen Zyste operiert und es wurde Endometriose Schweregrad 3 festgestellt. Ob ein Zusammenhang besteht, wird man nie erfahren. Aber viele Symptome, die ich Long-Covid zugeschoben habe, hätten genauso gut durch die Endometriose kommen können. Und die Probleme, die ich jetzt habe (egal ob Covid oder Endo), sind nun mal da und auch chronisch. Da macht es quasi keinen Unterschied mehr, woher sie genau stammen.

Also, da ich während der Erkrankung (da gab es noch keine Impfung) Schmerzmittel genommen habe und sowieso Schmerzen hatte und noch nicht offiziell wusste, dass ich Endo und Adenomyose habe, fällt mir nicht so bewusst ein, was da Sache war.

Ich wurde dann 2021 geimpft und das hat meinen Zyklus durcheinandergebracht. Ab Mitte des Jahres hatte ich dann starke Probleme, aber dachte halt wirklich es liegt an Long-Covid.

Ich hatte vor Kurzem eine Fortbildung zu Long-Covid (ich bin Therapeutin / Logopädin) und viele Sachen überschneiden sich.
Ich leide / litt unter Einschlafproblemen, Müdigkeit, Unkonzentriertheit, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, depressive Phasen … Also diese Symptome passten zu Endo und auch zu Long-Covid.

L.

Hallo,
ich war 2x geimpft und habe mich im November 2021 mit Corona infiziert. Meine Symptome waren ähnlich wie bei einer Grippe, waren aber nach 2 Tagen wieder weg. Das Einzige was ca. 4 Wochen geblieben ist, ist mein Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns. Ebenfalls war meine Nase ständig dicht und ich war auf Nasenspray angewiesen. Bis vor Kurzem noch habe ich jeden Tag Nasenspray nutzen müssen, bis ich ihn von einen auf den andere Tag nicht mehr brauchte.
Generell hatte ich also leichte Symptome und einen milden Verlauf.
Im Zusammenhang mit meiner Endometriose ist mir nichts aufgefallen. Meine Schmerzen sind weder besser, noch schlechter geworden.

F.

Ich hatte kein Covid, allerdings kam die Diagnose Endometriose kurz nach meiner Astrazeneca-Impfung. Nach der Impfung blieb meine Regel plötzlich aus. Das ist bei mir noch nie passiert und alles andere als typisch. Ich hatte online gelesen, dass die Impfung bei einigen Frauen zur Veränderung der Regel führte, da der Körper etwas verarbeitet. Also wartete ich auf die nächste Regel. Bei dieser hatte ich so extreme Beckenschmerzen und Fieber und ging zur Hausärztin. Diagnose, normale Regelschmerzen.

Mein Freund bestärkte mich nochmal zur Frauenärztin zu gehen. Sie entdeckte eine 6 cm große Zyste und einen verschlossenen Eileiter. Sie vermutete eine Chlamydieninfektion. Das war für mich sofort auszuschließen, doch die Ärztin nahm mich diesbezüglich nicht ernst. Also nahm ich Antibiotika gegen Chlamydien. So ging das Fieber weg und ich hatte einen Termin zur Entfernung der Zyste. Davor bekam ich nochmals meine Regel und das Fieber kam zurück. Somit wurde ich am selben Tag notoperiert.

Es wurde die Zyste entfernt, Abstriche genommen und der Eileiter rekonstruiert. Es wurden keine Chlamydien gefunden und die Zyste als Endozyste diagnostiziert. Ich vermute, dass die Impfung die Entzündung in der Zyste verstärkt hat und es so zum Fieber kam. Letztendlich war es wahrscheinlich mein Glück, da die Endometriose sonst vielleicht noch eine Weile versteckt geblieben wäre. Bis jetzt glaubten meine Ärzte allerdings nicht an einen Zusammenhang zwischen Impfung und der Entzündung der Zyste.

L.

Hey 🙂
Ich hatte Ende November/Anfang Dezember Covid. Mein Verlauf war soweit milde, hatte eine Woche Schnupfen und war schlapp. Währenddessen hatte ich meine Tage, wobei quasi Covid überhandgenommen hatte.
Jetzt gerade habe ich wieder meine Periode und es ist unglaublich heftig. Ich habe Endometriose & Adenomyose und habe die Hormonspirale Mirena.

Meine Symptome waren soweit viel besser durch die Spirale. Nur aktuell ist es unerträglich schlimm, mein Darm arbeitet nicht richtig oder wenn, dann zu langsam und das löst Krämpfe aus. Jetzt mit meiner Periode ist es nicht auszuhalten und mir reichen meine 2 IBU am Tag nicht mal ansatzweise.

Ich habe nächste Woche bei meinem Endo-Arzt einen Termin. Aber ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass diese enorme Verschlechterung von der Covid-Infektion kam…
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

J.

Das Einzige, was ich bemerkt habe, ist, dass mein Zyklus sich nach der Impfung um eine Woche verschoben hat. Im März 2020 hatte ich Covid, aber davon habe ich keine Nebenwirkungen bemerkt auf meine Tage oder Endo.

J.

Huhu, also ich hatte 2 Tage lang arge Halsschmerzen mit Stimmverlust. An den Tagen waren meine Schnelltest allerdings noch negativ. Dann war es von jetzt auf gleich wieder besser und ich habe mir gedacht „Ok, es gibt auch noch normale Erkältungen“. Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt sollte ich meine Periode bekommen. Normalerweise kündigt sie sich schon fast eine Woche vorher mit Unterleibsziehen und Schmierblutung an. Diesmal überhaupt nicht. Ich dachte schon, ich sei schwanger und hab mich so sehr gefreut. Einen Tag verspätet, was wirklich noch nie vorkam, ist sie dann plötzlich eingetreten, die Periode. Drei Tage hatte ich eine unfassbar starke Blutung, aber kaum Schmerzen (für meine Verhältnisse), alles super, bis am vierten Tag, dem Abklingen der Periode, nachts so schlimme Schmerzen kamen (kann definitiv auch auf die Adenomyose zurückzuführen sein, da ich dies häufig habe), dass ich ins Krankenhaus musste. Dort erstmal ein Corona-Schnelltest und der war positiv. Einen Zweiten gemacht plus PCR, alles positiv.

Die Halsschmerzen waren ja weg, sonst ging es mir gut, außer extremer Müdigkeit und ein wenig Atemproblemen, die mich sicher noch etwas länger begleiten, ging es mir gut. Ich bin auf die nächste Periode gespannt, ob es noch Auswirkungen hat.

Ich bin geboostert, das hat möglicherweise den Verlauf gemildert. Ich habe dennoch die Quarantäne Zeit genutzt mich sehr viel mit mir zu beschäftigen 🙂

Ich hatte sonst keinerlei Symptome. Auch nicht Geruchs- oder Geschmacksverlust, wie auch keine Konzentrationsprobleme. Ein wenig Appetitlosigkeit. Da ich sonst sehr oft Hunger habe, war das mal ein netter Nebeneffekt 😀

S.

Ich hatte ca. vom 22.12.2020 bis 31.12.2020 COVID. Leider waren alle drei Tests negativ. Wir haben uns aber aus Sicherheit selber in Quarantäne versetzt, da meinem Partner und mir es komisch vorkam, dass wir so schnell gleichzeitig krank wurden. Ich hatte Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Und über 10 Tage Durchfall. Total müde und energielos. Nach der Infektion hatte ich ca. 7-8 Monate Probleme mit dem Geruchs- und Geschmackssinn. Bis heute sind mir viele Dinge viel zu salzig! Der Geruchssinn ist wieder normal. Dass wir positiv waren, wissen wir, da wir im März 2021 einen Antikörper Test gemacht haben.
Ich habe zu dem Zeitpunkt jeden Tag Vitamin-D und K genommen. Außerdem Omega 3, Buprenorphin  0,2mg und die Pille.

Meinem Partner ging es viel schlechter als mir. Er ist Sportler, ernährt sich ausgewogen und hat keine Erkrankungen.

Auf meine Beschwerden hatte Covid kaum eine Auswirkung. Vorher und nachher war alles gleich. Während der Infektion ist es schwer zu deuten, da man ja nicht weiß, was von der Infektion kommt und was von der Endometriose. Zu der Zeit habe ich aber auch viel geschlafen. Ich war meistens nur von 11 Uhr bis max. 20 Uhr wach.

Mit dem Geschmackssinn und Geruchssinn finde ich auch interessant. Das fing nämlich erst zum Ende der Infektion an. Meine Mutter und meine Oma haben damit teilweise sogar bis heute noch Probleme. (Wir hatten alle ca. zur selben Zeit Corona).

Heute merke ich noch kaum etwas von der Infektion. Höchstens Kurzatmigkeit, aber da bin ich mir nicht sicher, ob das von meiner Unsportlichkeit kommt ?

J.

Die erste Regelblutung jetzt nach meiner Covid-Infektion ist der pure Horror. Solche Schmerzen hatte ich schon lange nicht mehr. Es zieht runter bis zu den Waden, sodass ich kaum stehen kann. Hinzukommt wahnsinniges Herzrasen und brutale Kopfschmerzen.
Während der Infektion hatte ich tatsächlich weniger Endobeschwerden. Oder ich habe sie nicht bemerkt, weil einfach alles wehtat ?.
Schmecken geht, nur riechen tue ich auch nach fast 4 Wochen seit dem positiven Test fast nix. Sehr komisch.
Ich habe weiterhin diese fiesen Kopfschmerzen, bin total müde und erschöpft und habe echte Konzentrationsschwierigkeiten.

T.

Ich hatte COVID letztes Jahr im März, hatte meine Periode das WE vorher sehr stark und am Montag bei der Arbeit war ich richtig schlapp und so neben der Spur, dann bin ich noch fast umgekippt. Konnte mich aber noch fangen. Ich habe das in dem Moment auf Eisenmangel geschoben. Hab noch zu Ende gearbeitet und bin den Dienstag mal zum Doc, die musste ich etwas anflunkern, damit sie einen PCR-Test durchführt. Sie glaubte nicht, dass ich Covid hätte, aber machte den Test. Zwei Tage später bekam ich einen Anruf meiner Ärztin mit den Worten „Sie sind hochgradig ansteckend, bleiben Sie zu Hause und holen Sie sofort ihren Mann nach Hause“ ?
Somit hatte ich bestätigt Corona. Ich hatte noch ein bisschen Halsschmerzen, sonst war aber alles wieder in Ordnung. Nach zwei Wochen war ich wieder arbeiten. Dort schaffte ich es nicht, einen Tacker zu befüllen, ich wusste nicht mehr, wie das geht und in den nächsten Monaten hatte ich ziemliche Konzentrationsprobleme. Ich habe in der Zeit eine stärkere Periode, aber das war auch vorher schon so. Hatte zu dem Zeitpunkt auch Mönchspfeffer genommen. Glaube nicht, dass es mit Covid zusammenhing.

Zum Glück hat sich das wieder weitestgehend normalisiert.
Aber ich fühlte mich teilweise richtig doof. Habe vor der Infektion noch zwei Abteilungen wieder aufgebaut und danach habe ich mich dann im neuen Job so doof gefühlt, auch in der Schule. Ich musste eigentlich nie lernen, wenn ich es verstanden habe, habe es aber nicht mal verstanden.

K.

Immer noch sehr mies…
Täglich besser. Montag war ja die Hölle.
Aber immer noch super schnell erschöpft.
Kann nicht lange stehen, Gelenkschmerzen, Lungenschmerzen, Luftröhre tut auch weh beim Atmen.
War eben länger in der Küche.. bin k.o.

Also die Grippe, die ich mal hatte, war ein Spaziergang. Auch wenn die schlechten Tage länger anhielten

C.

Bei mir besteht der Verdacht auf Endometriose, der sich auch stetig verhärtet. Seit dem 23. bin ich positiv getestet und habe auch so meine Beobachtungen gemacht, was die Symptome im Zyklus angeht. Schon bei den drei Impfungen hatte ich jeweils mit starken Unterleibs-, Kopf- und Gliederschmerzen zu kämpfen. Meine Menstruation kam ohne die Pille trotzdem regelmäßig, jedoch um einiges stärker und auch die Schmerzen wurden noch unerträglicher im Zyklus und während der Periode. Das gleiche war auch bei der Impfung gegen die Grippe beobachtbar. Seit Anfang des Jahres nehme ich die Pille, um meine Beschwerden zu lindern- es klappt mal so mal so, aber ich bin alltagsfähiger mit ihr.

Mit Beginn der Infektion kam es zu sehr, sehr starken Blutungen, die sich vorher mit Kopfschmerzen angekündigt haben ( wie immer eigentlich). Je stärker die Symptome wurden desto stärker wurde auch die Blutung.

Der Magen-Darm-Trakt war und ist immer noch leicht betroffen- von dort strahlen die Schmerzen auch aus. Meine Infektion klingt nun langsam ab, aber ich habe nun wieder mit akuten Schmerzen im Unterleib zu kämpfen, die nur mit Wärme und/ oder Schmerzmitteln gelindert werden können. Das ganze beeinträchtigt den geschwächten Kreislauf zusätzlich und holt meine Ängste und leichte Panikattacken wieder hervor. Was vor allem auch die Kurzatmigkeit verursacht – die ich an bestimmten Tagen im Zyklus ebenfalls verstärkter habe durch die Schmerzen..

Meine Corona-Symptome sind/ waren wie folgt:
Zuerst sehr abgeschlagen, etwas kurzatmig, allgemeines Unwohlsein, Halskratzen, geschwollene Lymphknoten am Hals, schnelles Schwitzen (heiß/kalt) (da wurde ich noch 2 Tage negativ getestet)

Mit dem richtigen Ausbruch kamen Kopfschmerzen, Husten, Müdigkeit, leicht erhöhte Temperatur, Schnupfen dazu. Die wurden drei Tage lang täglich stärker (damit sich die Zwischenblutungen, die so stark wie die ersten Tage der Abbruchblutung war) und nun klingen die Symptome des Virus ab.

Ich bin gespannt, wie sich das alles nach der überstandenen Infektion entwickeln wird.

L.

Pauschal kann man bisher nicht sagen, ob und wie sich eine Corona-Infektion auf die Endometriose-Beschwerden auswirkt. Dies ist wahrscheinlich bei jeder Betroffenen so individuell, wie die Endometriose selbst.

Interessant sind die oft berichteten Konzentrationsschwierigkeiten und auch den langzeitigen Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

Herzlichen Dank an alle Betroffenen, die ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben!

Wenn du auch mit Corona infiziert warst oder bist, schildere uns gerne deine Erfahrungen zu Symptomen und Verlauf oder erzähle von der Auswirkung auf deine Endometriose.

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Silvia
Silvia
5. März 2022 6:30

Boosterimpfung mit Biontec im Oktober 2020, Coronainfektion 5 Wochen später – fast alle Symptome gehabt jedoch milder Verlauf.
Seit der Infektion sind die Endometriose Symptome/Schmerzen um 150% stärker geworden 😔 – OP steht in 2 Wochen an.
Mit was ich ebenfalls schwer zu kämpfen habe (ich arbeite in einer leitenden Position) seit der Infektion ist, dass ich nicht mehr richtig schreiben kann weder handschriftlich noch am PC 🥺. Die Grammatik und Form ist nicht mehr akzeptabel

Silvia
Silvia
16. März 2022 6:04
Antworten zu  Silvia

Hallo Sandra,

heute würde ich sagen „ja“. Ich musste seit der Infektion wöchentlich auf Klausuren lernen und meine Facharbeit schreiben. Das war Höchstleistung für mein Gehirn. Mir war zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, dass ich automatisch mein Gedächtnis so „täglich“ trainierte.
Man konnte genau sehen, dass die Klausuren ab der Infektion bis Ende Februar teilweise um 2 Noten schlechter geworden sind. Die Lehrer fragten mich was mit mir los sei? Ich bin einen sehr gute Schülerin und ein sehr strukturierter Mensch, dass sieht man auch an meinen Klausuren.
Ich schrieb vor 2 Wochen 2 Klausuren und zu meiner Überraschung fiehlen die sehr gut aus. Dass Schriftbild war sauber und meine Rechtschreibung gut. War mir bis dahin nicht aufgefallen.
Ich fühle mich auch wieder besser was dieses betrifft aber die schwere der Endometriose ist geblieben 😔. Heute ist mein OP – Tag. Ich hoffe das die Schmerzen danach weitgehend weg sind und vor allem möchte ich mich nicht mit Corona anstecken, da ich in 8 Wochen Prüfung habe. Ich wäre im Lernen massiv eingeschränkt.

Vg

Sandra Fleck