Neben der medizinischen Behandlung kannst du selbst einiges tun, um mit Fatigue besser umzugehen. Wichtig ist vor allem, den eigenen Energiehaushalt realistisch einzuschätzen und einzuteilen. Das nennt man auch Pacing. [6] Viele Betroffene profitieren davon, Aktivitäten bewusst zu planen, Aufgaben in kleinere Schritte zu unterteilen und regelmäßige Pausen einzubauen.
Ein zentraler Faktor ist der Schlaf: Sieben bis acht Stunden pro Nacht gelten als ideal, doch entscheidend ist vor allem die Schlafqualität. Feste Routinen, ein regelmäßiger Rhythmus und ein schlaffreundliches Umfeld können hier entscheidend helfen. [7] Auch Bewegung spielt eine große Rolle. [8] Es muss aber nicht unbedingt Hochleistungssport sein. Sanfte, regelmäßige Aktivitäten wie Spazierengehen, leichtes Yoga oder Schwimmen können schon viel bewirken. Studien zeigen, dass körperliche Aktivität das Energieniveau langfristig stabilisieren kann.
Entspannungstechniken wie Meditation, Atemübungen oder autogenes Training können Stress abbauen und die innere Balance stärken. [9] Manche Patient:innen berichten auch, dass Akupunktur, Wärmeanwendungen oder Physiotherapie hilfreich sind, auch wenn die wissenschaftliche Datenlage dazu noch begrenzt ist. [10] Wichtig bleibt: Jeder Körper reagiert unterschiedlich – ausprobieren und auf die eigenen Bedürfnisse hören ist hier am wichtigsten.