Hattest du Schmerzen nach deiner Bauchspiegelung?

Diese Frage haben wir von einigen Tagen unseren Followern auf Instagram gestellt.

Der Grund hierfür war eine Betroffene, die uns mit dieser Frage kontaktiert hatte, da ihr in Kürze Ihre erste Bauchspiegelung bevorsteht.

Die zahlreichen Antworten hierauf waren bunt gemischt.

Einige Betroffene litten nach ihrer Laparoskopie unter Schmerzen:

Ja, aber ging schnell weg.

Ja, periodenähnlich… aber alles im Rahmen.

Ja, hatte ich. Aber habe gleich Schmerzmittel bekommen und es war dann gar nicht so schlimm.

Ja, wegen dem Gas.

Ja, aber ich habe dann direkt über den Zugang etwas bekommen.

Treten nach der Bauchspiegelung Schmerzen auf, kann ein Grund hierfür das im Körper verbliebene Gas sein. Einige Betroffene berichteten, dass sie deshalb Schmerzen in der Schulter verspürten.

Ein anderer Grund kann natürlich die Wunde selbst sein, die nach der Operation schmerzt.

Andere Frauen wiederum antworteten, dass sie nach dem Eingriff überhaupt keine Schmerzen spürten:

Nein, erst Stunden später. Hauptsächlich die Drainage, wenn ich mich richtig erinnere.

Nein, ich hatte ohne Nachfrage bis zum nächsten Morgen 3x intravenös Schmerzmittel bekommen.

Nein, nur Übelkeit von der Narkose.

Nein, nur später diese Schulterschmerzen vom Gas.

Nein, kaum Schmerzen gehabt.

Es wurde auch berichtet, dass es nach jeder OP anders sein könne:

Das eine Mal ja, das andere Mal nein. Aber mit etwas Schmerzmitteln gehts ganz gut.

Bei manchen ja, bei anderen nicht.

Bei einigen OPs war ich absolut schmerzfrei, bei anderen nicht. Absolut unterschiedlich.

Ich hatte mehrere OPs. Und das Aufwachen war von gar keinen bis starken Schmerzen.

Nach Laparoskopie mit ausgedehnter Sanierung, ja. Und nach diagnostischer Laparoskopie nur wenig Schmerzen.

Einige Frauen, die bereits eine Laparoskopie hinter sich hatten, gaben noch folgende Tipps:

Bei 6 OPs nicht einmal Schmerzen. Man sollte aber Nachthemden und sehr lockere Stoffhosen mitnehmen.

Mittlerweile gibt es eine Technik, um das Gas am Ende der OP wieder „abzulassen“. Das hilft!

Wärmflasche für danach mitnehmen.

Es kommt immer darauf an, wie viel gemacht wird. Und das Schmerzempfinden hat jeder anders.

Hatte während der OP meine Mens bekommen, besser verschieben bei sowas!

Melde deine Schmerzen und dann gibt es per Infusion Schmerzmittel, was meist schnell wirkt.

Wenn du nach deiner Bauchspiegelung aufwachst und starke Schmerzen verspürst, kannst du das Pflegepersonal natürlich nach einem Schmerzmittel fragen. Schone dich die ersten Tage nach diesem Eingriff und überanstrenge dich nicht nach deiner Entlassung aus dem Krankenhaus.

Du möchtest mehr über den Ablauf und die Vorbereitung auf eine Operation erfahren? Dann lade dir die Endo-App herunter und profitiere von dem Wissen zahlreicher Expert:innen im Bereich der Endometriose Erkrankung.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
11 Comments
Älteste
Neueste Most Voted
Inline Feedbacks
Zeige alle
Herkules
Herkules
24. Oktober 2021 15:06

Ja, ich hatte schreckliche Schmerzen und erst das dritte Opiate und insgesamt sechste Schmerzmittel hat mich für ein paar Stunden in der Nacht schlafen lassen.
Dazu sei gesagt, Spieglung und Sanierung wurden in einem gemacht, die Narkose wurde schlecht dosiert, ich wachte zu früh auf.
Danach waren es rund 6 Wochen mit 5 kg Lymphödemen und ca. 10 Wochen mit Schmerzen und Leistungsminderung.

Wohl kein Repräsentierbares Beispiel, da ziemlich alles schlief gelaufen ist, was so schief laufen kann.

Insgesamt, es war ein Horror.

Nalenja
Nalenja
5. Juli 2022 0:57

Ja, ich hatte Schmerzen. Am Tag der OP war es dank der Schmerzmittel überschaubar. Der zweite Tag (nur Ibu) war besonders hart (besonders jedes Aufstehen schmerzte / teilweise auch Atmen … das lag aber wohl „nur“ am Gas). Am dritten war es besser. Ansonsten scheine ich leider Pech gehabt zu haben, denn wie einige andere auch, habe ich jetzt 1 Woche nach der OP (unabhängig von den Narben) recht kräftige Unterleibsschmerzen und Probleme mit der Blase – obwohl kein Infekt/Entzündung vorliegt. Es ist und bleibt eine OP mit Risiken.
Meine Zimmernachbarin in der Klinik litt ebenso unter starken Schmerzen.

Nalenja
Nalenja
12. Juli 2022 22:20
Antworten zu  Sandra Fleck

Lieben Dank für die Antwort und den Hinweis! 🙂 Die Schmerzen, die ich vorher hatte, waren krampfartig und stets zeitlich und örtlich begrenzt. Jetzt allerdings handelt es sich um ganz andere ziehende Schmerzen und Druckschmerzen -beidseitig- vom Rippenansatz über den Bauch über die Leisten bis zu den Oberschenkeln. Das ist ein so großer Rahmen, dass ich ihn nicht mehr mit den Beschwerden zuvor (hatte eine größere Zyste) in Verbindung bringen kann. Leichte Schwellungen und Blutergüsse sind äußerlich zudem auch jetzt noch nach 2 Wochen sichtbar!
Ansonsten geht es mir aber gut – kein Fieber und gutes Allgemeinbefinden. Bei der letzten Untersuchung (vor ca. einer Woche) meinte meine FA, dass bei dem Eingriff einfach der gesamte Bauch gereizt/irritiert wurde und Schmerzen bis zu 4 Wochen andauern können und das auch normal sei. Es waren auch keine Flüssigkeiten oder Hämatome sichtbar.
Die Schmerzen dauern bis jetzt (2 Wochen nach der Laparoskopie) an.
Aber Hauptsache, es ist nichts schlimmeres – wie gesagt: Auch eine Laparoskopie ist eine OP. Auf jeden Fall alles Gute für die anderen Betroffenen hier! 🍀🍀🍀

P.S.: Über die Möglichkeit einer Schmerztherapie/AHB/Reha wurde ich weder informiert noch aufgeklärt. Da die Wunden von außen gut aussahen und der Bauch weich war, bin ich nach Hause geschickt worden.

Last edited 4 Monate zuvor by Nalenja
Simona
Simona
7. Juli 2022 13:36

Hallöchen. Hatte am 25.05 eine OP. Es wurden Zysten entfernt. OP verlief super und es war alles okay. Bin nur leider mit starken Unterleibschmerzen, ziehen bis in den unteren Rücken, immer noch krankgeschrieben. Die Wunden im Körper sind top verheilt. Habe eben nur diese Schmerzen. Egal ob ich sitzt ,stehe oder liege. Was kann das bloß sein. Möchte ja auch endlich wieder zur Arbeit. Wir haben ja auch schon den 07.07

Simona
Simona
7. Juli 2022 17:38
Antworten zu  Sandra Fleck

Hallöchen. Vielen Dank für die Antwort. Mein Verdacht ist, dass mit meinem Darm etwas nicht stimmt. Die Schmerzen werden ganz schlimm, sobald ich was gegessen oder getrunken habe. Muss morgen zu meinem Hausarzt. Ich werde ihn darauf mal ansprechen. Ansonsten versuche ich deinen Vorschlag zu befolgen und mich mit dem Thema auseinander setzen. Vielen Dank nochmal

Nalenja
Nalenja
12. Juli 2022 22:34
Antworten zu  Simona

Hi, ich hab nach dem Essen und Trinken -sobald der Bauch voller ist- ein ähnliches Problem und bei mir ist auch eine (etwas größere) Zyste entfernt worden. Allerdings habe ich in meinem
Fall eher den Eindruck, dass der Unterbauch noch sehr gereizt und empfindlich ist und natürlich übt ein voller Bauch einfach nochmal Druck nach unten aus. Ich drücke dir die Daumen und wünsche eine gute Besserung! 🍀

Tina
Tina
20. Juli 2022 8:19
Antworten zu  Simona

Vor drei Jahren hatte ich auch eine größere Zyste, die entfernt werden musste. Es schien alles gut, bis dann die starken Schmerzen auftreten, wo ich noch nicht mal die Lust hatte zu essen oder sonst was. Nach mehreren Untersuchungen stellte sich leider heraus, dass mein Darm stark beschädigt wurde, sodass auch ein Teil von meinem Darm weg musste. Ich habe gerade ihre Vermutung gelesen, dass etwas mit dem Darm sein könnte, deswegen schreibe ich Ihnen das. Ich hoffe das es bei Ihnen dennoch nicht soweit kommen muss. Zudem hatte ich letzte Woche Mittwoch wieder eine OP, wo eine größere Zyste entfernt werden musste und diesmal lief alles gut. Viel Glück und gute Besserung wünsche ich dir weiterhin.

Chantal
Chantal
19. Juli 2022 5:32

Hallo,

ich hatte vom 14.07 auf den 15.07 eine Not OP da eine Eileiterschwangerschaft festgestellt wurde. Mir wurde der linke Eileiter entfernt und während der OP wurde Endemetriose festgestellt und die vorhandenen Herde wurden direkt entfernt.

Seit 2 Tagen bin ich wieder zu Hause.
Am Freitag hab ich noch Opiate gebraucht um überhaupt aufstehen zu können, seit Samstag komme ich mit Ibuprofen zurecht und bin wieder selbstständig. Schmerzen habe ich nur auf der Seite wo die Drainage lag. Die Narben an sich bereiten mir keine Schmerzen. An der Stelle der Drainage habe ich nur direkt nach dem Aufstehen Schmerzen, bei zu viel Belastung oder natürlich beim husten und niesen (hier ist es wirklich schlimm). Am meisten zu kämpfen hatte ich mit der ganzen Luft im Bauch die mir zusätzlich noch starke Schulterschmerzen bereitet hat, aber auch hier wird es seit gestern deutlich besser. Derzeit nehme ich noch regelmäßig Schmerzmedikation da ich aber auch starke Unterleibschmerzen haben aufgrund der Blutung da sich ja nun die Gebärmutterschleimhaut wieder abbauen muss.

Trotz Not OP und der ganzen Umstände geht es mir köperlich ganz gut.
Aber es sei gesagt, das jeder Mensch eine Operation anders wahrnimmt und auch anders verträgt. Es kommt immer auf die Person selbst an und man kann nie pauschal sagen wie es abläuft oder wie es nach einer OP weiter geht.

Lulu
Lulu
19. Juli 2022 18:31

Ich hatte nach der OP ziemliche Schmerzen, konnte kaum aufstehen/mich hinsetzen und schon gar nicht auf der Seite liegen. Durch Ibuprofen war es einigermaßen verkraftbar. Nach guten 9 Tagen war ich dann wieder selbst im Stande alles alleine zu bewältigen und musste keine Schmerzmittel mehr nehmen. Die OP ist nun fast 8 Wochen her. Geblieben ist bis heute immer noch ein total dicker Bauch, der oft mächtig drückt aber nicht aufgebläht ist. Ich kannte das Symptom sonst von vor meiner Periode. Aber seit der BS ist es nun dauerhaft so, sieht unschön auf und fühlt sich total doof an. Leider finde ich nichts im Netz dazu und meine Hausärztin konnte mir auch nicht sagen, warum das so ist und wann das wieder weggeht. 🙁

Sandra Fleck