Schluss mit der Grübelei – Tipps aus der Community

Wer eine chronische Erkrankung wie Endometriose hat, neigt öfter zum Grübeln und Katastrophisieren. Doch wie kann man der Grübelei wieder schnell entkommen? Was tust du, wenn du merkst, dass du anfängst, zu grübeln oder zu katastrophisieren?⁠

Unsere Community hat wieder sehr wertvolle Tipps gegeben und manchmal ist es doch einfacher als gedacht, den dunklen Gedanken zu entkommen.

Ich lese sehr viel oder trainiere mit meinen Pferden .. eigentlich alles, was mir Spaß macht und es mir deshalb leichter fällt, mich zu konzentrieren 🤩

Mir helfen Journaling und Rituale.

Ich denke dann immer an den Satz: „Der Sinn des Lebens ist, zu leben.“ – Der holt mich aus den schlimmsten Tiefen raus, weil ich mich dann daran erinnere, dass alles Grübeln nichts bringt und dass, auch wenn etwas schlimm ist oder wird, ich jetzt gerade lebe. Was war oder sein wird, ist egal. Dass ich jetzt im Moment lebe und das Beste draus mache, ist hingegen wichtig. Außerdem kann ich eine Tageslichtlampe empfehlen! Und einfach mal all die Gedanken aufschreiben und ungelesen weglegen.

Möglichst täglich rausgehen. „A walk a day keeps the Grübelei (und bad mood) away“ 😉 … Aber ernsthaft, sobald ich mal einen Tag nicht raus komme, wird die Laune drastisch schlechter. Da geht man durchaus auch mit schlimmen Schmerzen gerne spazieren.

Musik, Videospiele, mit Familie über Gedanken reden, Uni.

Ich geh Fahrrad fahren – das, bzw. körperliche Betätigung im Allgemeinen, bringt mich meistens auf bessere Gedanken.

Gute-Laune-Musik ist mein Anker 😊

Yoga, meditieren, mit den Hunden raus, Atemübungen.

PMR, jeden Tag ein Spaziergang (egal wie kurz), egal ob schriftlich oder als Fotos festgehalten: den Fokus auf die kleinen guten Dinge legen und sie „festhalten“. Quasi „Sonnentagebuch“; manchmal hilft auch pure Ablenkung in Form von Filmen, Buch lesen oder was basteln; sich bei Freund*innen auskotzen und Trost abholen; einen heissen Kakao trinken und die Katze kuscheln 😺

Entspannungstechniken wie Atemübungen und Progressive Muskelentspannung können mit viel Übung das Grübeln im Griff halten. 🧘🏼‍♀️

Mich ablenken oder die versuchen, die Situation zu verbessern oder klären.

Egal wie schlimm meine Situation zu sein scheint, ich denke an all das, was ich schon bewältigt habe! Ich bin stark und mich kann nichts brechen ❤️

In der Tat ist es nicht immer einfach, der Gedankenspirale zu entkommen. Zusätzlich ist unser Gehirn durch das Grübeln oft so blockiert, dass uns gar keine Alternative in den Sinn kommt. Nimm dir deshalb in einem ruhigen Moment, in dem es dir gut geht, etwas Zeit und überlege dir ein paar Strategien, die dir beim nächsten „Grübelanfall“ helfen könnten:

  • Wie sieht es mit Atem- und Entspannungsübungen aus?
  • Hilft dir vielleicht deine Lieblingsmusik, um an etwas anderes zu denken und gleichzeitig deine Laune zu heben?
  • Oder probiere einfach mal, die Gedanken, die dich belasten, aufzuschreiben. Dies kann auch in Stichpunkten passieren. Schreibe dir auch alle Fragen und Ideen mit auf, die dir gerade einfallen und die du gerne noch klären oder recherchieren möchtest.

Allein das Aufschreiben ist schon eine Erleichterung, denn du kannst somit deine Gedanken schon ein Stück weit loslassen – und da du alles notiert hast, brauchst du dir auch keine Sorgen machen, dass du evtl. etwas vergisst, worum du dich noch kümmern wolltest (beispielsweise Fragen an den Arzt, etc.).

Wenn ich in einer sehr belastenden Situation gesteckt habe, hat es mir immer geholfen, wenn ich mir kleinere Zeitabschnitte in der Zukunft vorgestellt habe. Beispielsweise:

  • Morgen um diese Zeit habe ich es (die OP, einen unangenehmen Termin, usw.) schon hinter mir und werde mir den Kopf nicht mehr zerbrechen, sondern werde sehr erleichtert sein.
  • Heute in einer Woche werde ich mich ärgern, dass ich so viel Zeit mit der Grübelei verschwendet habe, weil die Situation rückblickend vielleicht doch gar nicht so katastrophal war und/oder sich bald verbessert hat.
  • Heute in einem Monat werde ich schon dieses und jenes gemacht und erreicht haben und werde wahrscheinlich gar keinen Gedanken mehr an den heutigen Tag verschwenden, sondern mich mit etwas Schönem befassen.

Überlege dir, was du unternehmen willst, wenn diese unangenehme Situation vorbei ist.

Probiere doch einfach mal aus, welcher unserer Vorschläge dir am besten hilft.

Weitere Tipps gegen das Katastophisieren gibt dir unsere Psychologin Teresa Götz in diesem Artikel: Der Weg aus den üblen Gedanken; 9 Tipps bei Schmerzen und Gedankenspirale bei Endometriose

In der Endo-App findest du übrigens die Übung „Grübelstopp“.

Möchtest du die Endo-App vor ihrer Veröffentlichung gerne testen? Dann registriere dich am besten auf unserer Warteliste. Dort wählen wir per Zufallsprinzip TesterInnen für den nächsten Anwendertest aus. Außerdem hast du so die Möglichkeit, uns deine Verbesserungsvorschläge für die Endo-App mitzuteilen und uns bei der Produktverbesserung zu unterstützen.

Erzähle uns gerne, was dir hilft, um der Gedankenspirale zu entfliehen.

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Sandra Fleck