Konzeptbeurteilung und Interesse von FachärztInnen für Frauenheilkunde an der Smartphone-Applikation Endo-App

Nadine Rohloff, Lisa Rothenhöfer, Teresa Götz & Markus Rothenhöfer

Im Januar 2021 wurden niedergelassene Fachärzte und Fachärztinnen sowie Kliniken und Endometriosezentren per Email zu einer Online-Befragung eingeladen. Alle teilnehmenden Ärzte und Ärztinnen gaben an, die Facharztausbildung bereits abgeschlossen zu haben.

Unter den 65 teilnehmenden Fachärzten und Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe fanden nur 23,1% der Ärzte, dass Frauen mit Endometriose im Gesundheitssystem angemessen versorgt werden. Lediglich 10% der Ärzte empfanden die Unterstützung durch die Krankenkassen als ausreichend. Von den Befragten stimmten 87,3% der Aussage zu, dass Endometriose einen interdisziplinären Behandlungsansatz benötigt.

Die Mehrheit der Ärzte schätzte allgemein digitale Gesundheitsanwendungen als hilfreich ein (3,6 auf einer 5-er Likert-Skala). Über 70% der Frauenärzte hielten die im Rahmen der Befragung mittels eines Videos vorgestellte Endo-App im Speziellen für hilfreich für Frauen mit Endometriose und ihre Lebensqualität sowie nützlich für die Behandlung und würden diese ihren Patientinnen empfehlen. Die App-Funktionen, welche den von der Leitlinie geforderten Inhalten und Methoden entsprechen, wurden von den Ärzten allesamt als hilfreich eingeschätzt (Zustimmungsanteil 73,4-83,0%).

Zusammengenommen verweisen die Ergebnisse auf eine Versorgungslücke im Bereich Endometriose, welche aus Sicht von Fachärzten und Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe durch eine Smartphone-App zum Management der Erkrankung gemindert werden kann.

Gynaecologists evaluation of and interest in the smartphone application Endo-App (2021)

In January 2021, medical specialists as well as clinics and medical centres for endometriosis were invited to an online survey via e-mail. All 65 participating doctors had finished their specialist medical training as a gynaecologist.

Only 23.1% of the participating doctors stated, that women with endometriosis received appropriate care in the German healthcare system. Merely 10% of the doctors felt, they received enough support from the health insurance companies concerning endometriosis patients. 87.3% of the participants agreed with the statement, that endometriosis needs an interdisciplinary treatment.  The majority of doctors considered digital health application in general to be helpful (3.6 on a 5-point Likert scale). More than 70% of the gynaecologists considered the Endo-App to be helpful, which was presented via video during the survey. Also, they would recommend the Endo-App to their patients with endometriosis. Every feature of the Endo-App was considered helpful (Agreement 73.4-83.0%).

Overall, the results indicate a gap in the healthcare system concerning endometriosis. According to gynaecologist, this gap can be reduced with a smartphone application for managing the chronic disease.

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Teresa Götz
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