Wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen oder stärker werden, ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Die Diagnostik beginnt in der Regel mit einem ausführlichen Gespräch. Dabei geht es um die Art der Schmerzen, ihre zeitliche Abfolge, die Auswirkungen auf den Alltag und mögliche familiäre Vorbelastungen. Genetische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen, denn Studien haben bestimmte Gene identifiziert, die die Entstehung von Endometriose begünstigen können [5].
Es folgt die körperliche Untersuchung. Mit einer kombinierten Tastuntersuchung über Vagina und Enddarm können erfahrene Ärzt:innen die Beckenwände abtasten und manchmal Herde direkt fühlen, auch wenn das schmerzhaft sein kann.
Um die Diagnose zu sichern oder genauere Informationen zu bekommen, werden bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Magnetresonanztomographie eingesetzt. Besonders die MRT hat sich bewährt, da sie präzise Aufnahmen von Endometrioseherden liefert und so die Planung einer Operation erleichtern kann. [6,7]
Der Goldstandard bleibt jedoch die Bauchspiegelung (Laparoskopie). Dabei können Endometrioseherde direkt gesehen, Gewebeproben entnommen und die Ausbreitung beurteilt werden. Gerade Herde an den Beckenwänden sind nicht immer leicht zu erkennen, weshalb die Erfahrung der Operateur:innen entscheidend ist. Anschließend wird die Erkrankung in Schweregrade eingeteilt, meist mithilfe der ENZIAN-Klassifikation, die besonders für tief infiltrierende Endometriose geeignet ist. [8]