Viele Betroffene möchten nicht dauerhaft auf Schmerzmittel angewiesen sein. Deshalb wird oft eine hormonelle Therapie eingesetzt, zum Beispiel mit Gestagenen oder der Antibabypille im Langzyklus. Dadurch wird der Zyklus „ausgeschaltet“ und die Endometrioseherde bleiben ruhiger. [4] Auch eine Operation kann die Schmerzen lindern, wenn Endometrioseherde oder Verwachsungen entfernt werden. [5]
Wichtig ist jedoch: Auch wenn Schmerzmittel kurzfristig gut helfen, kann ein übermäßiger oder dauerhafter Gebrauch Nebenwirkungen haben. NSAR wie Ibuprofen können bei häufiger Einnahme Magen- oder Darmprobleme verursachen, zum Beispiel Sodbrennen, Magenschleimhautentzündungen oder sogar Geschwüre. Außerdem können sie die Nierenfunktion beeinträchtigen, besonders, wenn schon Vorerkrankungen vorliegen. Paracetamol wirkt meist magenfreundlicher, kann aber bei zu hoher Dosierung die Leber belasten. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Schmerzmittel nur so lange und so häufig wie nötig einzusetzen und die Einnahme immer mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt abzusprechen.
Und nicht zuletzt helfen manchen Betroffenen auch ergänzende Methoden wie Yoga, Entspannungstechniken, Wärme oder Akupunktur. Wissenschaftlich bewiesen ist die Wirkung zwar nicht immer – aber wenn es dir guttut, ist es absolut einen Versuch wert.