Verstärkte Regelblutung als Symptom bei Endometriose

Wie häufig ist das Symptom Verstärkte Regelblutung bei Endometriose-Betroffenen?

83,16% der Endometriose-Betroffenen haben in unserer Umfrage Verstärkte Regelblutung als Symptom der Endometriose genannt.

Wie häufig ist das Symptom Verstärkte Regelblutung bei Endometriose-Betroffenen im Vergleich zur Nichtbetroffenen-Gruppe?

37,59% der Endometriose-Betroffenen leiden unter dem Symptom Verstärkte Regelblutung sehr stark im Vergleich zu einer Prävalenz von 6,33% bei Nichtbetroffenen.
Die folgenden Tabelle stellt das Symptom Verstärkte Regelblutung bei Endometriose-Betroffenen im Vergleich zu Nichtbetroffenen dar. Die Skala ist von 1 (gar nicht) bis 5 (sehr stark) beantworten.

Symptom Verstärkte Regelblutung bei Endometriose - Vergleich mit Kontrollgruppe

Verstärkte Regelblutung bei Endometriose
(n = 1716)
16,84%
8,57%
14,22%
22,79%
37,59%
Verstärkte Regelblutung bei Nichtbetroffenen
(n = 158)
47,47%
18,35%
13,92%
13,92%
6,33%

Tabellarischer Vergleich der Prävalenz von Verstärkte Regelblutung

Symptom­stärke Endo­metriose Nicht­be­troff­enen Ver­gleich
gar nicht 16,84% 47,47% -30,63%
etwas 8,57% 18,35% -9,79%
mittel 14,22% 13,92% 0,30%
stark 22,79% 13,92% 8,86%
sehr stark 37,59% 6,33% 31,26%

Symptome, die mit Verstärkte Regelblutung in Zusammenhang stehen könnten

Anhand der Datensätze haben wir die Kendall-Korrelation berechnet. Die folgenden Symptome könnten im Zusammenhang mit Verstärkte Regelblutung stehen.

Symptom­bezeichnung Zu­sammen­hang
Verlängerte Regelblutung starker Zusammenhang (54,00%)
Klumpige Blutung mittlerer Zusammenhang (40,00%)
Starke Regelschmerzen mittlerer Zusammenhang (36,00%)
Unterleibsschmerzen schwacher Zusammenhang (25,00%)

Verstärkte Regelblutung bei Endometriose

Eine verstärkte Regelblutung wird von Medizinern als Hypermenorrhö bezeichnet. Als verstärkt gilt eine Blutung, wenn während der Periode ein Blutverlust von über 80 ml auftritt. Eine solche verstärkte Regelblutung führt nicht nur zu subjektiven Belastungen der Frauen, sondern hat in vielen Fällen eine Blutarmut sowie einen Eisenmangel zur Folge. Unbehandelt kann beides zu gravierenden körperlichen Problemen führen.

Untersuchungen zeigen, dass rund 20 Prozent der Frauen im reproduktionsfähigen Alter an einer verstärkten Regelblutung leiden. Das Problem bei der Diagnostik besteht darin, dass die objektive Messung der Blutmenge in der Praxis kaum möglich ist. Als Faustregel gilt, dass der Verdacht auf Hypermenorrhö gegeben ist, wenn Frauen mehr als fünf Tampons oder Binden pro Tag benötigen. Allerdings hat auch diese Form der Diagnostik ihre Grenzen, da jede Frau ein anderes Hygieneempfinden hat. Daher werden betroffene Frauen in der Regel aufgefordert, eine Blutungskurve zu erstellen, in der Veränderungen und der Blutungsstärke und der Blutungsdauer festgehalten werden.

Als Ursachen für eine verstärkte Regelblutung kommen verschiedene Faktoren infrage. Diese reichen von Stress oder den Nebenwirkungen von Medikamenten und Impfungen bis zu ernsthaften Erkrankungen, zu denen auch Myome und Endometriose zählen. In 90 Prozent der Fälle gehen starke Regelblutungen mit sogenannten anovulatorischen Zyklen einher, das bedeutet, dass kein Eisprung stattfindet. Dies führt zu einem Hormonungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron, was wiederum eine gestörte Abstoßung des Endometriumgewebes (Gebärmutterschleimhaut) zur Folge hat. So kommt es zu der verstärkten Regelblutung.

Im Rahmen der Endomeriose wachsen Zellen, die den Gebärmutterschleimhautzellen gleichkommen, außerhalb der Gebärmutter. Besonders häufig ist der Bereich des kleinen Beckens von diesen Wucherungen betroffen. So finden sich oftmals auch Endometrioseherde im Bereich der Eierstöcke. Die Zellansammlungen reagieren wie die Schleimhaut in der Gebärmutter: sie wachsen an und bluten dann wieder ab. Kann das Blut nicht ausgeleitet werden, kommt es zu Entzündungen, Verwachsungen, Vernarbungen und, insbesondere in den Eierstöcken, zu Zysten. Diese physiologischen Veränderungen können dafür sorgen, dass der Eisprung gestört wird oder gar kein Eisprung stattfindet.

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