Seit ich 12 Jahre alt war, hatte ich immer höllische Schmerzen während meiner Periode. Auch die Blutungen waren recht heftig.
Damals redete ich mit meiner Mutter darüber. Die meinte, das sei ziemlich normal. Sie hätte das auch. Es gehöre so dazu.

Mit 15 hatte ich dann meinen ersten Freund. Nach einiger Zeit bekamen wir das Verlangen miteinander zu schlafen.

Das erste Mal war sehr schmerzhaft.

Auch hier dachte ich wieder: ist ja normal, steht ja so in jeder Mädchen-Zeitschrift so. Deswegen haben wir dann natürlich nicht aufgegeben und es weiter gemacht.

Doch auch nach Monaten waren immer noch die Schmerzen ganz fürchterlich.

Immer beim tiefen Eindringen und manchen Stellungen war es besonders schlimm. Ich vermutete, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass ich recht zierlich gebaut bin.

So wie das in den „jungen Jahren“ ist, war dann irgendwann die Beziehung aus. Es kam ein neuer Freund.

Die Schmerzen blieben.

Wenn ich mit meinen Freundinnen redete, schien es ihnen nicht so zu gehen. Sie erzählten eher von dem Spaß, den sie hatten. Ich hatte eigentlich nur noch Sex, weil mein Partner es wollte. Für mich war es eher eine Tortur und ich hatte eher Angst davor. Darüber sprechen war schwierig und daher ist es kein Wunder, dass diese Beziehung nicht von langer Dauer war. Ich war verunsichert und redete nur noch selten mit meinen Freundinnen darüber. Überhaupt schien das Verständnis recht gering zu sein, das nahm mich zusätzlich mit!

Irgendwann aber faste ich mir ein Herz und sprach meinen Frauenarzt gezielt darauf an. Für ihn war es klar:

Verdacht auf Endometriose!

Er schickte mich zu einem Universitätsklinikum. Dort machte man mit mir eine Bauchspiegelung. Die Diagnose Endometriose wurde bestätigt. Außerdem wurden die Endometriose-Herde im sogenannten Douglas Raum und an den Beckenwänden entfernt.

Zunächst hatte ich noch Schmerzen nach der OP. Diese fühlten sich aber anders an. Und nach ca. 4 Wochen war ich nahezu schmerzfrei. Ein völlig neues Gefühl! Einige Monate später lerne ich meinen Mann kennen und hatte zum ersten Mal Spaß beim Sex. Es war richtig toll!

Nach der Endometriose-OP habe ich mein Leben komplett umgestellt. Vor allem Sport tut mir gut! Ich habe immer noch Sorge, dass die Krankheit wieder kommt. Aber da ich jetzt weiß, was es ist und was ich machen kann geht es mir viel besser mit dem Gedanken!

Mittlerweile habe ich zwei putzige kleine Engel und einen süßen Golden-Retriever. Ich bin sehr dankbar, dass sich mein Kinderwunsch erfüllt hat, obwohl ich Endometriose habe. Ich bin die meiste Zeit energiegeladen und sehr dankbar, dass die Endometriose-Behandlung bei mir so gut geklappt hat.

Liebe Frauen: bitte geht früh damit gezielt zum Arzt – man kann da so viel machen und es gibt so gute Ärzte, die sehr viel Verständnis haben!

Bitte beachte: es handelt sich um einen redaktionell erstellten Erfahrungsbericht. Bei der Erstellung von dieser Art von Artikeln nutzen wir theoretisches Wissen aus dem klinischen Alltag um die typischen Endometriose Erfahrungen auf einen fiktiven Charakter zu projizieren.
Auf unserer Seite findest du im Blog auch viele anonyme oder persönliche Erfahrungsberichte die unsere Leserinnen verfasst haben sowie Interviews mit Betroffenen.
Du möchtest deine eigenen Erfahrungen mit anderen Frauen teilen? Dann melde dich gerne unter [email protected]!

Frau mit Schmerzen

Petition zur Anerkennung der Endometriose als komplexe und schwerwiegende Erkrankung

Endometriose ist eine schwere Erkrankung!
Endometriose ist eine schwere Erkrankung!

Endometriose ist eine schwere Erkrankung an der Millionen von Frauen leiden. Aber die Bekanntheit ist gering, obwohl sie vor allem für die Erkrankten persönlich, aber auch für Wirtschaft und Gesundheitssystem ein riesiges Problem darstellt. Daher wurde jetzt eine Endometriose Petition für mehr Unterstützung gestartet!

Betroffene tappen mit ihren Schmerzen im Dunkeln und erhalten erst nach Jahren die Diagnose. Die Forschung zur Erkrankung ist gnadenlos unterfinanziert. Und auch die schlechte Vergütung der behandelnden Ärzte bei dieser Diagnose (Ärzte werden ja je nach Diagnose bezahlt) trägt auch nicht zur besseren Behandlung bei.

In den letzten Jahren ist viel passiert – aber noch nicht genug!

Daher hat die Endometriose Vereinigung eine Petition zur Anerkennung der Endometriose als komplexe und schwerwiegende Erkrankung gestartet. Und das können wir natürlich nur unterstützen!

Hier die Forderung der Petition:

Wir fordern, dass diese Krankheit aus der Unterversorgung herauskommt! Endometriose braucht Spezialisten, die es in diesem Land auch gibt, aber kassenversicherten Frauen wird es schwer gemacht, teilweise unmöglich, eine ausreichende Versorgung zu erhalten. Endometriose muss als chronische, komplexe und schwer therapierbare Erkrankung anerkannt werden. Diese Versorgung muss ausreichend honoriert werden. Behandlungen in spezialisierten Zentren müssen von den Krankenkassen vollständig übernommen werden!

https://www.change.org/p/bundesministerium-f%C3%BCr-gesundheit-endometriose-als-schwertherapierbare-chronische-und-komplexe-erkrankung-anerkennen?utm_content=cl_sharecopy_19112028_de-DE%3Av5&recruited_by_id=0afc82e0-90e6-11ea-bdb0-55320e18e834&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=psf_combo_share_initial&utm_term=psf_combo_share_initial

Ich hatte bereits viele Jahre starke Beschwerden. Während meiner Tage konnte ich kein normales Leben mehr führen. Beim Sitzen tat es weh, beim Liegen auch, beim Stehen sowieso. Es war wie tausend Messerstiche. Eine wirkliche Folter.

Es war wie tausend Messerstiche. Eine wirkliche Folter.

Ich ging oft zu meinem Frauenarzt. Doch ich hatte das Gefühl, der dachte, dass meine Schmerzen völlig normal seien und ich mich einfach nur anstelle.  Ich war sehr skeptisch.

Parallel las ich viel im Internet und fand heraus, eine mögliche Ursache meiner Schmerzen könnte Endometriose sein.

Zunächst ging ich wieder zu meinem Frauenarzt. Bewaffnet mit mehreren Artikeln aus dem Internet.

Der Frauenarzt hatte leider nur ein müdes Lächeln für mich.

Der Frauenarzt hatte leider nur ein müdes Lächeln für mich. Und ich hatte die Nase gehörig voll.

Durch die ständigen Schmerzen merkte ich schon, wie meine Laune ständig schlecht und angepasst war. Ich hatte weniger Lust was mit meinen Freundinnen zu machen und reagierte viel gereizter.

Ich musste also handeln. Eine vernünftige Diagnose musste her!

Ich meldete mich auf eigene Faust bei einem Endometriose-Zentrum. Ein paar Wochen hatte ich eine Bauchspiegelung und Tada: Diagnose Endometriose! Ich wusste nicht, ob ich traurig oder froh sein sollte. Am Ende überwiegte tatsächlich die Freude, denn die langjährige Ungewissheit war damit endlich vorbei.

Endlich war bestätigt, was ich schon so lange vermutet hatte. Es stellt sich auch heraus, dass sehr viele Frauen Endometriose haben und ich weiß Gott nicht alleine damit bin!

Nun kann ich gezielt verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, um die lang ersehnte Verbesserung zu erzielen.

Allein nach der Operation waren die Beschwerden schon viel besser. Ich hoffe jetzt, dass das so bleibt.