Kurkuma-Ingwer-Blaubeer-Smoothie – Rezept und Wirkung bei Endometriose

Kurkuma kennen viele aufgrund seiner wundheilenden, zellschützenden (antioxidative) und entzündungshemmenden Eigenschaften. Im Laborversuch wurde bestätigt, dass Curcuma die Entzündungsmarker und proentzündliche Botenstoffe in der den Bauchraum auskleidenden Flüssigkeit (Peritonealflüssigkeit) bei Endometriose senken kann. Mehr dazu hier. Eine erste klinische Studie zur Wirkung von Kurkuma bei Endometriose läuft gerade in Österreich.

Oft wird daher von Frauen mit Endometriose die goldene Milch getrunken, die letztendlich aus (pflanzlicher) Milch mit Kurkuma und ggf. auch Ingwer und Zimt besteht. Manche Frauen berichten hierunter eine Schmerzlinderung. Allerdings ist der Geschmack des Gewürzes recht herb und stark, je nachdem wie viel man nutzt.

Ihr habt die goldene Milch schon probiert, aber irgendwie schmeckt sie euch nicht, oder ihr möchtet mal was Neues ausprobieren?

Gemeinsam mit vielen anderen gesunden und auch gegen die Endometriose hilfreichen Lebensmitteln kann man hervorragend Smoothies machen, die es in sich haben. Geschmacklich und durch die Inhaltsstoffe. Probiert einfach ein bisschen herum was euch gefällt, Obst und Nüsse können variiert werden. Meine Variante hat sich inzwischen zu meinem Standardfrühstück entwickelt! Ein gesunder Start in den Tag!

Kurkuma-Blaubeer Smoothie

Zutaten für zwei Gläser:

150-200g gefrorene Blaubeeren

1 kleine (oder halbe) Banane

Zitronensaft aus einer halben Zitrone

2x2x3cm großes Stück frischen Ingwer

200-300 ml Mandel-Kokosmilch

ein paar Pecanüsse

eine halbe Hand voll Sonnenblumenkerne

zwei Teelöffel Erdnussbutter

zwei Teelöffel Kurkuma

Zimt

Pfeffer (!)

etwas Salz

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einem Smoothie verarbeiten. Je nach Geschmack oder Konsistenzwunsch können die Mengen natürlich variiert werden. Aufgrund der Banane, der Nüsse und der Erdnussbutter ist der Smoothie auch voller Energie. Das beste ist aber – er schmeckt richtig lecker und enthält ausschließlich Zutaten, die einen positiven Effekt auf die Endometriose haben!

Wichtig – ihr könnt alles austauschen, aber der Pfeffer ist wichtig für die Aufnahme des Kurkumas! Daher bitte nicht entfernen um die positive Wirkung von Kurkuma zu nutzen!

Wie wirken die Inhaltsstoffe?

200 g Blaubeeren:

  • diese Menge Blaubeeren deckt schon den normalen Bedarf an Vitamin E – mehr zu Vitamin E und Endometriose hier. Vitamin E ist generell gesund und wirkt gegen oxidativen Stress. Zusätzlich konnte in einer Studie nachgewiesen werden, dass regelmäßige Einnahme von Vitamin E und C in ausreichender Dosierung die Schmerzen vor Endometrioseoperation um fast die Hälfte reduzieren konnten! Das ist mal ein Start in den Tag!
  • Blaubeeren enthalten auch Resveratrol. Resveratrol konnte in Studien (keine Endometriose Studien) Schmerzen lindern und Entzündungen reduzieren. Zusätzlich konnte Resveratrol in Tierversuchen die Größe und die Zahl von Endometrioseherden reduzieren! Welche Menge beim Menschen dafür notwendig wäre ist noch nicht erforscht.

Kurkuma:

  • Kurkuma ist ein bekanntes entzündungshemmendes Lebensmittel und auch in Bezug auf Endometriose konnte dies im Laborversuch nachgewiesen werden. Eine erste klinische Studie läuft gerade in Österreich. Wichtig ist, Kurkuma immer mit schwarzem Pfeffer zu verzehren, da dieser die Aufnahme um 2000% steigert. Das heißt übersetzt – ohne Pfeffer wird fast kein Kurkuma aufgenommen, aber mit dem schwarzen Pfeffer (Piperin) wird es aufgenommen.

Nüsse und Sonnenblumenkerne:

  • Paranüsse und Sonnenblumenkerne enthalten viel Calcium und Magnesium (Das gilt übrigens für die meisten Nüsse). Mehr zu Calcium und Magnesium bei Endometriose erfährst du hier.
  • Sonnenblumenkerne und Erdnüsse enthalten viel Vitamin E.
  • Sonnenblumenkerne enthalten viel Vitamin B1. 58 g der Sonnenblumenkerne reichen aus um den Tagesbedarf zu decken. Vitamin B1 konnte in kleinen Studien einzeln oder gemeinsam mit Magensium oder gemeinsam mit Omega 3 Fettsäuren eine schmerzlindernde Wirkung nachgewiesen werden.

Zitrone:

  • Zitrusfrüchte und Vitamin C scheinen das Endometrioserisiko zu senken. Auch in der Kombination mit Vitamin E kann Vitamin C hilfreich sein (siehe oben)!

Zimt:

  • Zimt hat eine generelle entzündungshemmende Wirkung – mehr dazu hier. Studien zu Endometriose fehlen aktuell leider.
  • Verwende Ceylon Zimt anstatt Cassia Zimt (Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung)!

Ingwer:

  • Ingwer wirkt ebenfalls entzündungshemmend und antioxidativ.
  • Ingwer wird gegen Übelkeit eingesetzt.
  • Und Ingwer konnte in einer Studie (nach Zahnoperationen) eine ähnliche schmerzlindernde Wirkung entfalten wie Ibuprofen. An schlechten Tagen sollte also mehr Ingwer in den Smoothie. Ein Ingwertee kann auch hilfreich sein!
  • Mehr zu Ingwer hier.

Dabei kann Kurkuma natürlich eine Endometriose Therapie nie ersetzen, sondern kann zusätzlich ausprobiert werden. Ein gesunder Start in den Tag ist das allemal!

Nadine Rohloff
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